Aus meiner Küche ist dieses Stück Plastik schon längst verbannt und durch meine geliebten Bienenwachs Tücher ersetzt, aber bei meinen zahlreichen DIY Projekten ist sie nicht mehr weg zu denken: die Frischaltefolie.
Stell Dir einmal vor Du beginnst endlich den großen Kleiderschrank, der schon so lange auf sein neues Outfit wartet, oder die Wand im Wohnzimmer, bevor die Familienfeier am Wochenende statt findet, oder Du gehst einfach nur dem entspannenden Mandalas auf Keilrahmen malen nach und plötzlich läutet das Telefon. Deine beste Freundin braucht stundenlangen Seelentrost... Oder Dein Mann, der Barristaprofi zeichnet gerade das nächste Herz mit aufgeschäumter Hafermilch in den, durch das ganze Haus duftenden, Cappuccino....dann gönn` Dir die Pause. Wickel den Pinsel oder die Farbrolle in Frischhaltefolie und so, luftdicht verschlossen, kannst Du Dein Malwerkzeug ruhig auch einmal ein bis zwei Tage liegen lassen und es anschließend wieder weiter verwenden, ohne es gleich immer auszuwaschen. Geht übrigens auch mit dem Wachspinsel.
Eine weitere Daseinsberechtigung der Frischhaltefolie ist die Hilfeleistung beim Verschließen, oder besser gesagt beim wieder Öffnen, der meisten Farbbehälter. Viele der Farben werden in Plastikbehältern mit Schraubverschluß geliefert. Die verklebten Gewinde können nach Gebrauch, wenn überhaupt, oft nur mehr mit einem Dosenöffner wieder aufgedreht werden. Ein Stück Frischhaltefolie zwischen Deckel und Dose verhindert das lästige Verkleben und gleichzeitig auch das Austrocknen der Farbe.
Den 3. Grund für das JA zur Frischhaltefolie kennen sicher alle die gerne mit Decoupage Papier arbeiten. Soll das feine Motivpapier möglichst faltenfrei auf das Möbelstück oder Deko-Objekt aufgebracht werden ist dieses Stück Plastik zwischen den Fingern wahres Gold wert.
Außerdem ist Frischhaltefolie ein Game Changer, wenn ihr euer Möbelstück auf eine bereits bemalte und berührtrockene Seite legt um an die noch nicht gestrichenen Stellen zu kommen. Das Ankleben der, noch nicht bis ins Herz durchgetrockneten, Farbe auf dem Untergrund (egal ob ihr Pappe, Holz oder Metall als Unterlage verwendet) wird dadurch verhindert. Probiert es aus, es kann euch viel Zeit für Ausbesserungen ersparen.
Und Last but not Least: Malt mit Frischhaltefolie!!! Legt sie in noch feuchte Farbe, zieht sie wieder ab oder lasst sie vorher auch noch antrocken und staunt über die verschiedenen Strukturen und Muster. Zerknüllt sie und tupft sie in Farbe und dann auf euer Werkstück......Lasst eurer Fantasie freien Lauf.
Vielleicht fallen euch ja auch noch ein paar weitere Gründe ein.....